Die Kumquat und der Botaniker

Ein ganz gewöhnlicher Februartag im ganz gewöhnlichen (und dazu noch recht kleinen) Supermarkt um die Ecke: ich sehe Kumquats und muss lächeln.

 

Denn im 19. Jahrhundert hatte man in der westlichen Welt zwar bereits von Kumquats gehört – aber es war «mein» Botaniker Robert Fortune, der sie auf seinen Reisen durch China als erster beschrieb und kategorisierte und dann nach Europa mitbrachte.

Kumquats tragen in ihrer botanischen Bezeichnung sogar seinen Namen: Fortunella.

Kumquats -€“ Wikipedia

Kumquat (Fortunella spec., hier die Malaiische Kumquat)

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Kumquats

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Die Meeresmenschen

Als ich mit der Recherche für «Zeit der wilden Orchideen» begann und auf die Orang Laut stieß, die Meeresmenschen des alten Singapur, hing ich sofort am Haken. Die Vorstellung von Nomaden zur See, die die Gewässer des Indonesischen Archipels abwechselnd als Fischer, Händler Piraten und Krieger bevölkerten, faszinierte mich, und ich war neugierig auf ihre Kultur, ihren Glauben, ihre Lebensart.

Allerdings gaben die Orang Laut Singapurs diese ihre Lebensart bald nach der Ankunft der Briten auf, und als die ersten Europäer sich von einem wissenschaftlich-anthropologischen Standpunkt aus für die Orang Laut zu interessieren begannen, gab es nicht mehr viel zu studieren.

Doch es gibt sie noch, die Nomaden zur See, auf den Meeren dieser Welt. Die Schilderungen der Orang Laut im Roman basieren auf Reportagen und Studien neueren Datums, die einen Einblick in diese erstaunliche und bedrohte Welt geben.

Last of the Sea Nomads

By James Morgan // Marine nomads, the Bajau Laut, have lived in the waters of the Coral Triangle for centuries but their way of life and their uniquely intimate relationship with the ocean is being destroyed.

Quelle: maptia.com/jamesmorgan/stories/last-of-the-sea-nomads

 

Wie das Meer Singapur im Lauf seiner Geschichte beeinflusst und geformt hat, bestimmt es nicht nur die Lebensweise der Seenomaden, sondern auch ihre Wahrnehmung – wie in diesem Artikel über das außergewöhnliche Sehvermögen ihrer Kinder geschildert.

The €˜’sea-nomad’€™ children who see like dolphins

Unlike most people, the children of a Thailand tribe see with total clarity beneath the waves -€“ how do they do it, and might their talent be learned?

Quelle: www.bbc.com/future/story/20160229-the-sea-nomad-children-who-see-like-dolphins

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Serie: Die Schönheit der Pflanzen

Keine vier Monate mehr, bis Der englische Botaniker in die Läden kommt. Deshalb beginnt heute auf dem Blog eine Serie zu diesem Buch und seiner Thematik.

In den kommenden Monaten wird es hier in unregelmäßigen Abständen Beiträge zu diesem Roman und seiner Welt geben: historische Hintergründe und Schauplätze, Impressionen und Inspirationen – und nicht zuletzt Ausflüge in die magische Welt der Pflanzen.

Den Anfang macht ein Bildband, den ich kürzlich im Netz entdeckt habe: Plant: Exploring the Botanical World (Phaidon, 2016).

Seit Tausenden von Jahren dokumentieren Menschen die Schönheit der Pflanzenwelt, auf immer neue, immer andere Art – und schufen dadurch Kunst. Einen Querschnitt dieses Schaffens verschiedener Zeiten, verschiedener Kulturen zeigt dieser Band.

A celebration of botanical art throughout history -€“ in pictures

A new book Plant: Exploring The Botanical World celebrates the beauty and diversity of plants from around the world across all media – from murals in ancient Greece to a Napoleonic-era rose print and cutting-edge scans (…)

Quelle: www.theguardian.com/environment/gallery/2016/oct/10/a-celebration-of-botanical-art-throughout-history-in-pictures

 

Leider ist er erst erschienen, als alle Arbeiten an meinem Botaniker bereits abgeschlossen waren – denn botanische Illustrationen waren mir in der Zeit, die ich mit diesem Projekt verbrachte, eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration.

Und die Buddha’s Hand Fruit, auf Deutsch auch Fingerzitrone genannt, die in der Bildstrecke des Guardian abgebildet ist, kommt sogar im Roman vor.

Zitronatzitrone -€“ Wikipedia

Frucht der Zitronatzitrone

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Zitronatzitrone

 

Von einer ganz eigenen Magie: der Trailer von Phaidon zum Buch.

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Faszinierende Farben

Als ich damals für den Roman Der Himmel über Darjeeling recherchierte, stieß ich auf Bilder von Havelis – die großartigen Villen reicher Händler in Rajasthan. Ich war bezaubert von ihren Farben, ihrer Pracht, und ihre märchenhafte Atmosphäre prägte meine Vision der Welt von Mohan Tajid, der von Winston und Sitara und von Ians Vergangenheit.

Eine Faszination, die sofort wieder auflebte, als ich diese Bildstrecke über Havelis neulich auf BBC Travel entdeckte.

The abandoned mansions of billionaires

While most of Shekhawati’s havelis have crumbled and remain abandoned, a small window into the world of these painted mansions is being preserved. (…)

Quelle: www.bbc.com/travel/story/20160311-a-crumbling-birthplace-of-billionaires

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Wo die Geschichte beginnt

Gibt es für einen Büchermenschen etwas Schöneres als zuzusehen, wie Tausende von Büchern zurück in ihre Regale wandern?
Leider war der Rose Main Reading Room wegen Renovierung geschlossen, als ich im Oktober 2015 in New York war.

Dort bin ich übrigens gerade mit meinem neuen Roman – die New York Public Library ist der Ausgangspunkt einer Spurensuche, die sich über zwei Kontinente und mehrere Jahrhunderte hinweg erstreckt und in den nächsten Monaten an meinem Schreibtisch stattfinden wird.

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