Serie: Die Schönheit der Pflanzen

Keine vier Monate mehr, bis Der englische Botaniker in die Läden kommt. Deshalb beginnt heute auf dem Blog eine Serie zu diesem Buch und seiner Thematik.

In den kommenden Monaten wird es hier in unregelmäßigen Abständen Beiträge zu diesem Roman und seiner Welt geben: historische Hintergründe und Schauplätze, Impressionen und Inspirationen – und nicht zuletzt Ausflüge in die magische Welt der Pflanzen.

Den Anfang macht ein Bildband, den ich kürzlich im Netz entdeckt habe: Plant: Exploring the Botanical World (Phaidon, 2016).

Seit Tausenden von Jahren dokumentieren Menschen die Schönheit der Pflanzenwelt, auf immer neue, immer andere Art – und schufen dadurch Kunst. Einen Querschnitt dieses Schaffens verschiedener Zeiten, verschiedener Kulturen zeigt dieser Band.

A celebration of botanical art throughout history -€“ in pictures

A new book Plant: Exploring The Botanical World celebrates the beauty and diversity of plants from around the world across all media – from murals in ancient Greece to a Napoleonic-era rose print and cutting-edge scans (…)

Quelle: www.theguardian.com/environment/gallery/2016/oct/10/a-celebration-of-botanical-art-throughout-history-in-pictures

 

Leider ist er erst erschienen, als alle Arbeiten an meinem Botaniker bereits abgeschlossen waren – denn botanische Illustrationen waren mir in der Zeit, die ich mit diesem Projekt verbrachte, eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration.

Und die Buddha’s Hand Fruit, auf Deutsch auch Fingerzitrone genannt, die in der Bildstrecke des Guardian abgebildet ist, kommt sogar im Roman vor.

Zitronatzitrone -€“ Wikipedia

Frucht der Zitronatzitrone

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Zitronatzitrone

 

Von einer ganz eigenen Magie: der Trailer von Phaidon zum Buch.

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Faszinierende Farben

Als ich damals für den Roman Der Himmel über Darjeeling recherchierte, stieß ich auf Bilder von Havelis – die großartigen Villen reicher Händler in Rajasthan. Ich war bezaubert von ihren Farben, ihrer Pracht, und ihre märchenhafte Atmosphäre prägte meine Vision der Welt von Mohan Tajid, der von Winston und Sitara und von Ians Vergangenheit.

Eine Faszination, die sofort wieder auflebte, als ich diese Bildstrecke über Havelis neulich auf BBC Travel entdeckte.

The abandoned mansions of billionaires

While most of Shekhawati’s havelis have crumbled and remain abandoned, a small window into the world of these painted mansions is being preserved. (…)

Quelle: www.bbc.com/travel/story/20160311-a-crumbling-birthplace-of-billionaires

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Wo die Geschichte beginnt

Gibt es für einen Büchermenschen etwas Schöneres als zuzusehen, wie Tausende von Büchern zurück in ihre Regale wandern?
Leider war der Rose Main Reading Room wegen Renovierung geschlossen, als ich im Oktober 2015 in New York war.

Dort bin ich übrigens gerade mit meinem neuen Roman – die New York Public Library ist der Ausgangspunkt einer Spurensuche, die sich über zwei Kontinente und mehrere Jahrhunderte hinweg erstreckt und in den nächsten Monaten an meinem Schreibtisch stattfinden wird.

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Funke(l)nde Magie

Als ich diesen Winterzauber heute Morgen entdeckte, kam mir der Gedanke, wie sehr ein Spinnennetz der Arbeit an einem Roman ähnelt.

Zuerst ist da eine Vorstellung, eine Vision; eine Silhouette, eine Struktur. Dann werden die Fäden gesponnen – erst für das Grundgerüst, danach in den Räumen dazwischen miteinander verwoben.

Ein Prozess, der oft langwierig und mühsam ist, gerade am Anfang. Manchmal schleichen sich Webfehler ein; einzelne Stellen müssen aufgedröselt und neu gewebt werden. Löcher tun sich unvermutet auf und müssen gestopft werden.

Einige Zeit lang sind Fortschritte so hauchfein wie Spinnenseide und fast genauso unsichtbar.

Doch dann gibt es diese Momente, in denen das Gewebe plötzlich aufglänzt und funkelt, plötzlich in seiner ganzen Gestalt sichtbar wird. Die Momente nämlich, in denen man spürt, dass der Text atmet und vibriert, Funken sprüht und ganz und gar lebendig ist, in vollkommener Unabhängigkeit von mir selbst.

Die reinste Magie, jedes Mal aufs Neue.

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