Goodbye, Teneriffa

Mein Koffer scheint leichter zu sein, obwohl mit Mitbringseln, Weihnachtsgeschenken und Süßkram vollgestopft. Genau wie ich Ballast hiergelassen habe, alte Sorgen und Ängste und die Spuren anstrengender Monate. Ich würde gerne bleiben und freue mich doch auf Zuhause, randvoll mit neuen Gedanken und Ideen. Mit unzähligen Eindrücken und Momenten, manche davon wie aus einem seltsamen und schönen Traum.

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Getaway

Wenn ich auf Reisen bin, verbringe ich gern viel Zeit damit, einfach nur die kleinen alltäglichen Momente zu erleben. Wenn ich zum Beispiel dem Flug eines Vogels oder eines Schmetterlings folge. Den Bewegungen der Wolken oder wie sich das Licht über den Tag verändert. Wenn ich den Kaninchen und Hasen auf dem Hotelgelände hier auf Teneriffa zusehe. Oder dieser Herde Ziegen im Gestrüpp heute.

Momente wie diese halten mich geerdet und zentriert, erweitern meine Perspektive und lassen mich neue Kreativität tanken. Sie geben mir ein Gefühl des Friedens und dafür, ein Teil dieser Welt zu sein.

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Gothic mood

Der Nebel in Konstanz ist legendär – wenn auch nicht so weltberühmt wie der Erbsensuppennebel im London früherer Zeiten (der in der Hauptsache aus Smog bestand) oder der Nebel San Franciscos. Trotzdem höre ich oft Sätze wie: «Konstanz ist so eine hübsche Stadt, überhaupt ist es am See so schön – aber den ganzen Winter über dieser Nebel!»

Es stimmt: im Winter gibt es oft Wochen, in denen es scheinbar gar nicht richtig hell werden will, in denen alles grau ist vor lauter Bodennebel, Hochnebel und Wolken.

Aber der Nebel hat oftmals seinen ganz eigenen Zauber. Wenn alles still wird und eine besondere Magie in der Stadt Einzug hält, verwunschen, melancholisch und ein bisschen düster.

Solch ein zauberhafter Nebeltag war es heute in Konstanz – unterbrochen von ein paar Stunden kräftiger Vorfrühlingssonne.

PS: In der Online-Ausgabe der ZEIT habe ich neulich ein kleines, treffend skizziertes Porträt «meiner» Stadt gefunden.

Bodensee: Gestrandet in Konstanz

Da wollten Sie nie hin? Jetzt sind Sie nun mal da. Bernadette Conrad nimmt Sie zwei Stunden lang an die Hand. Sie entdecken: Alpenpanorama und Shopping-Schweizer

Quelle: www.zeit.de/2016/43/bodensee-konstanz-tourismus-sehenswuerdigkeiten-gestrandet-in

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Funke(l)nde Magie

Als ich diesen Winterzauber heute Morgen entdeckte, kam mir der Gedanke, wie sehr ein Spinnennetz der Arbeit an einem Roman ähnelt.

Zuerst ist da eine Vorstellung, eine Vision; eine Silhouette, eine Struktur. Dann werden die Fäden gesponnen – erst für das Grundgerüst, danach in den Räumen dazwischen miteinander verwoben.

Ein Prozess, der oft langwierig und mühsam ist, gerade am Anfang. Manchmal schleichen sich Webfehler ein; einzelne Stellen müssen aufgedröselt und neu gewebt werden. Löcher tun sich unvermutet auf und müssen gestopft werden.

Einige Zeit lang sind Fortschritte so hauchfein wie Spinnenseide und fast genauso unsichtbar.

Doch dann gibt es diese Momente, in denen das Gewebe plötzlich aufglänzt und funkelt, plötzlich in seiner ganzen Gestalt sichtbar wird. Die Momente nämlich, in denen man spürt, dass der Text atmet und vibriert, Funken sprüht und ganz und gar lebendig ist, in vollkommener Unabhängigkeit von mir selbst.

Die reinste Magie, jedes Mal aufs Neue.

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