In einem Schloss im Schwarzwald

Es war ein großartiger Abend in Bonndorf, wo ich vergangenen Donnerstag auf Einladung der Stadtbibliothek aus meinem Botaniker gelesen und erzählt habe.

Mit meinem Webmaster und Flora Jägler von der Stadtbibliothek Bonndorf.
Bild: Gudrun Deinzer

Die letzte Lesung dieses Jahres, im puderzuckrig verschneiten Schwarzwald und ganz vorweihnachtlich-feierlich im Schloss.

Schloss Bonndorf

Eine kleine Nachlese zu diesem Abend gibt es bereits im Südkurier und in der Badischen Zeitung.

Bonndorf: Lesung: Nicole C. Vosseler fesselt ihre Zuhörer | SÜDKURIER Online

Bonndorf: Lesung: Nicole C. Vosseler fesselt ihre Zuhörer | SÜDKURIER Online

Nicole C. Vosseler hat ihre Zuhörer bei einer Lesung in der Stadtbibliothek in das China des 19. Jahrhunderts entführt. Worum es in ihrem Roman “Der englische Botaniker” geht, und ob sich die Lektüre lohnt, erfahren Sie hier.

Quelle: www.suedkurier.de/region/hochrhein/bonndorf/Lesung-Nicole-C-Vosseler-fesselt-ihre-Zuhoerer;art372589,9532134

 

Wie der Schwarztee in den Westen kam – Bonndorf – Badische Zeitung

Wie der Schwarztee in den Westen kam – Bonndorf – Badische Zeitung

Autorin Nicole Vosseler liest aus ihrem Roman “Der englische Botaniker”, der auf Fakten basiert.

Quelle: www.badische-zeitung.de/bonndorf/wie-der-schwarztee-in-den-westen-kam–146350835.html

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Kleine Wunder

Durch Orkan Xavier hätte ich letzte Woche beinahe meine Lesung im Norden verpasst. Mit viel Glück und tatkräftiger Hilfe von Verlag und Buchhandlung habe ich es trotzdem dorthin (und wieder nach Hause) geschafft – und hatte nach einer ziemlichen Odyssee einen meiner schönsten Lesungsabende überhaupt. Eine zauberhafte alte Dame im Publikum hatte mir sogar etwas Besonderes mitgebracht:
die Samenkapsel einer ihrer Kamelien.

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Tee, einmal umgekehrt

Rund 170 Jahre, nachdem Robert Fortune den Spuren des Tees in China gefolgt ist, sein Geheimnis lüftete und mit geschmuggelten Setzlingen den Tee von Darjeeling begründete, geht diese Geschichte jetzt auch einmal den umgekehrten Weg.

In Cornwall ist es einem englischen Gärtner gelungen, Camellia sinensis zu kultivieren. Und den Tee daraus exportiert er bis nach … China.

The British gardener who sells tea to China: CrowdScience – BBC World Service

A unique microclimate is helping Britain’s first tea plantation to thrive

Quelle: www.bbc.co.uk/programmes/p056gphk

 

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Pfingstrosenzeit

Da waren sie. mudan.
Irgendwo im Gedärm der Stadt, wo übelriechende Rinnsale über das Pflaster liefen. Wo die Häuser sich so weit aufeinander zu neigten, dass nur dünne Streifen Licht in die Gassen fielen und sich der Wind schneidend hindurchpresste.
Strauchpäonien.
Hinter einer baufälligen Fassade, vor der es nach ranzigem Fett und Unrat stank. Jenseits eines Hofs mit einem Schweinepferch und eifrig pickenden Hühnern. Auf der anderen Seite einer Mauer, die auf ihrem krummen Rücken Jahrhunderte zu tragen schien.
Paeonia suffruticosa.
Buschig und hochgewachsen, fast schon kleine Bäume, und in prachtvoller Blüte stehend. In Schattierungen von leuchtendem Pink und sattem Purpur, Pfirsichfarbe und Korallenrot. Von einem blassen Rosa, das bläulich angehaucht war. Reinstes Weiß, zur Blütenmitte hin golden auslaufend.
Farben, die den kleinen Innenhof erleuchteten, irgendwo tief in dieser grauen Stadt. Ein Garten inmitten der weiten Steinwüste, wohl kaum größer als zwanzig auf zwanzig Schritte, die Luft darin wie frischgewaschen und süß, ähnlich feuchtem Herbstlaub oder überreifem Obst.
Fortune konnte der Versuchung nicht länger widerstehen. Zwischen Daumen und Zeigefinger ließ er die Blütenblätter einer Päonie hindurchgleiten, die ihn an die Schwingen eines Schwans erinnerten. Bestimmt gab es selbst in ganz China keine Seide, die sich damit vergleichen konnte.

Der englische Botaniker, Kapitel 19

Die Pfingstrose oder Päonie ist eines der ältesten Blütensymbole Asiens, zusammen mit der Pflaumenblüte sogar das traditionelle florale Symbol Chinas. Die Königin aller Blumen und die Blume des Kaisers. Die Blume, die Glück und Reichtum verspricht und Sinnbild für die Schönheit der Frau.

Päonien, Yun Shouping (1633-1690)

Die Formen und Farben der Päonien, die zurzeit so prächtig in unseren Gärten blühen, gehen auf die Päonien zurück, die Robert Fortune in China gefunden und mit nach Europa gebracht hat.

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