Tränendes Herz

Vor gut einer Stunde bin ich zum Seerhein, um ein paar Bilder vom Sonnenuntergang mit aufziehendem Gewitter zu machen – und auf dem Rückweg habe ich in einem Garten ein Tränendes Herz entdeckt: eine der Blumen, die «mein» Botaniker Robert Fortune in China entdeckt und uns mitgebracht hat.

Und im Roman ist das Tränende Herz eines der stärksten Blumensymbole innerhalb der Geschichte.
Perfekter Glücksmoment!

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Blumen und Tee: Die Floral Tea Story von Marina Malinovaya

Mein Botaniker ist (unter anderem) eine Geschichte darüber, wie viele der Blumen, die heute unsere Gärten bereichern, von Robert Fortune in China entdeckt und in die westliche Welt gebracht wurden. Und eine Geschichte darüber, wie er auch das eifersüchtig gehütete Geheimnis des grünen Goldes, des chinesischen Tees, lüftete und ihn außer Landes schmuggelte. Deshalb habe ich das Manuskript lange Zeit meinen Blumen-und-Tee-Roman genannt.

Was mir heute wieder in den Sinn kam, als ich die Floral Tea Story von Marina Malinovaya auf der Seite von My Modern Met entdeckte.
Bilder, die Blüten und Blätter mit Teetassen zu Stillleben arrangieren und Blütenduft quasi sichtbar machen.

Toppled Teacups Overflow with Dried Leaves and Delicate Flowers

In her enchanting Floral Tea Story series, Marina Malinovaya arranges flowers and leaves in a whimsical way to create a unique collection of teacup flowers.

Quelle: mymodernmet.com/marina-malinovaya-floral-tea-story/

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Buchpremiere

In der wunderschönen Buchhandlung Homburger & Hepp am Konstanzer Münster feiern wir am Mittwoch, 17. Mai, ab 19.30 Uhr meinen neuen Roman mit der allerersten Lesung aus dem «Botaniker».
Weitere Lesungstermine sind in Vorbereitung.

Lesung mit Nicole Vosseler | Buchhandlung Homburger & Hepp KG

Buchhandlung Homburger & Hepp KG

Quelle: www.homburger-hepp.de/lesung-mit-nicole-vosseler

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Goldenes Feuerwerk: Forsythien

Bei uns blühen sie gerade überall: Forsythien, diese Feuerwerke in Gold, die sogar an grauen Tagen weithin leuchten. Manchmal auch Goldflieder oder Goldglöckchen genannt, ist die Forsythie nach William Forsyth (1737–1804) benannt, einem schottischen Botaniker und Gründungsmitglied der Royal Horticultural Society .

Der botanische Name Forsythia x intermedia verrät, dass es sich bei den Forsythien in unseren Gärten um eine Hybride handelt, eine Kreuzung von Forsythia suspensa und Forsythia viridissima – und letztere hat Robert Fortune in China entdeckt und mit nach Europa gebracht.

In der Floriographie, der Sprache der Blumen, bedeutet die Forsythie übrigens Vorfreude, passend zu einer der ersten Frühlingsblüten.

Und umso passender, dass es nur noch knapp sechs Wochen sind, bis mein «Botaniker» in die Welt hinauszieht …

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Pastellfarben und ein Monarchfalter

Die letzten Wochen waren anstrengend: die Arbeit am neuen Roman, bergeweise Papierkram und E-Mails und jede Menge kleine und große Herausforderungen des Alltags. Unterm Strich zu viel Arbeit, zu wenig Zeit für mich.
Also habe ich mir heute den Nachmittag einfach mal frei genommen und bin mit der Kamera auf die Mainau hinausgefahren, um durchzuatmen und den Kopf frei zu bekommen, ein bisschen Sonne zu tanken (trotz Wolken und einem Hauch von Nebel) und mich an den ersten Frühlingsblüten zu freuen.


Dieser Nachmittag heute war wie ein Mini-Urlaub; ich bin mit neuer Energie und kreativen Impulsen wieder nach Hause gekommen. Wie immer, wenn ich draußen bin, mit meiner Kamera Bilder und Stimmungen einfange.

Und im Schmetterlingshaus bin ich sogar einem Monarchfalter begegnet, der mit mir Verstecken gespielt hat – der Schmetterling, der seit «Mariposa – Bis der Sommer kommt» eine besondere Bedeutung für mich hat.
Habt ein wunderbares Wochenende!

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Himmelsdrachen

Von Zeit zu Zeit hege ich die eine oder andere kleine Obsession, die fast immer mit einem neuen Roman von mir zu tun hat.
Im Augenblick bin ich davon besessen, den Himmel nach Wolken abzusuchen, die einem Drachen ähneln. Und immer wieder habe ich dabei Glück – so wie Freitagabend am Seerhein.

Himmelsdrache

Viele Kulturen der Welt kennen den Drachen als mythologisches Wesen. In Europa ist der Drache fast immer ein furchterregendes, feuerspeiendes Ungeheuer.
Selten werden Drachen in unserem Kulturraum so niedlich dargestellt wie Grisu, der kleine Drache, der einfach kein Feuer spucken will, sondern davon träumt, Feuerwehrmann zu werden; als Kind habe ich die Serie geliebt. Weitaus häufiger gleichen sie Katla in Astrid Lindgrens «Die Brüder Löwenherz», die mir früher furchtbare Angst machte und monatelange Alpträume bescherte.
Und trotzdem liebe ich die Drachen von Daenerys Targaryen; ich warte sehnsüchtig auf den nächsten Band vom «Lied von Eis und Feuer» und zähle schon die Wochen bis zur 7. Staffel «Game of Thrones».

Einen weitaus größeren Bezug hatte ich jedoch immer zu den Drachen der chinesischen Mythologie: das Symbol des Kaisers und der Macht. Die Gottheit des Regens, die Harmonie und Wohlstand bringt; Herrscher über das Wetter, über Wasserfälle, Flüsse und Meere – ein Geschöpf des Himmels, der Luft und des Wassers.
Ein Glücksbringer.

Chinesische Handelskammer, Singapur

Während der Arbeit am «Botaniker» grub ich dann das kleine historische Detail aus, dass der Drache ursprünglich weiblich gewesen war. Genauso wie das Wasser in Flüssen und Seen und im Meer, genauso wie der Regen.

Bis ein Kaiser von China den Drachen und alles, was mit ihm zu tun hat, einfach männlich machte, damit er zu den Mythen passte, die er um sich selbst spann.

Eine historische Überlieferung, die so gut zu Lian, meiner schwertkämpfenden Heldin passte, dass ich ihr an einer Stelle des Romans diesen Gedanken mitgab.

Drachen und Meereswellen, Porzellan. Qing-Dynastie, Qianlong-Periode (1736-1795). Metropolitan Museum of Art, New York

Der Himmelsdrache am Freitag hat sich wirklich als Herrscher über das Wetter gezeigt, als Geschöpf der Luft und des Wassers, uns Wind und Regen gebracht.

Und wenn ihr das nächste Mal Wolken am Himmel seht, findet ihr darin vielleicht auch einen Drachen. Dieses Symbol männlicher Macht, das einmal weiblich gewesen war.
Diesen himmlischen Glücksbringer.

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Wie aus einer anderen Welt: Das Leuchten der Pflanzen

Wir leben in einer Ära, in der fast alles entdeckt, erforscht und auch entzaubert zu sein scheint. Das habe ich besonders oft während der Arbeit an meinem «Botaniker» gedacht – denn vieles, was uns heute selbstverständlich ist, war im 19. Jahrhundert noch unbekannt oder unbewiesen. Und gerade auch Robert Fortunes Reisen durch China waren sowohl in geografischer, sozialer und kultureller, vor allem aber in wissenschaftlicher Hinsicht ein Aufbruch ins Neue, Unbekannte, Geheimnisvolle und Aufregende.

Doch es gibt sie noch – die kleinen Wunder, die einen staunen machen. Wie die Tatsache, dass Pflanzen fluoreszieren, von Craig Burrows sichtbar gemacht und in Fotografien eingefangen.

Pflanzen wie aus einer anderen Welt, mit einer ganz eigenen Magie.

Photographed under UV lights, Craig Burrows makes plants and flowers glow – PLAIN Magazine

These plants and flowers weren’t exposed to any sort of radiation, dubious spray chemicals or voodoo: they’ve been photographed by California-based Craig Burrows in their natural state of emitting fluorescence with the help of high-intensity UV lights. The rather obscure photography method Burrows uses is called UVIVF (ultraviolet-induced visible fluorescence), which makes use of a LED …

Quelle: plainmagazine.com/photographed-uv-lights-craig-burrows-makes-plants-flower-glow/

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Die Kumquat und der Botaniker

Ein ganz gewöhnlicher Februartag im ganz gewöhnlichen (und dazu noch recht kleinen) Supermarkt um die Ecke: ich sehe Kumquats und muss lächeln.

 

Denn im 19. Jahrhundert hatte man in der westlichen Welt zwar bereits von Kumquats gehört – aber es war «mein» Botaniker Robert Fortune, der sie auf seinen Reisen durch China als erster beschrieb und kategorisierte und dann nach Europa mitbrachte.

Kumquats tragen in ihrer botanischen Bezeichnung sogar seinen Namen: Fortunella.

Kumquats -€“ Wikipedia

Kumquat (Fortunella spec., hier die Malaiische Kumquat)

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Kumquats

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Serie: Die Schönheit der Pflanzen

Keine vier Monate mehr, bis Der englische Botaniker in die Läden kommt. Deshalb beginnt heute auf dem Blog eine Serie zu diesem Buch und seiner Thematik.

In den kommenden Monaten wird es hier in unregelmäßigen Abständen Beiträge zu diesem Roman und seiner Welt geben: historische Hintergründe und Schauplätze, Impressionen und Inspirationen – und nicht zuletzt Ausflüge in die magische Welt der Pflanzen.

Den Anfang macht ein Bildband, den ich kürzlich im Netz entdeckt habe: Plant: Exploring the Botanical World (Phaidon, 2016).

Seit Tausenden von Jahren dokumentieren Menschen die Schönheit der Pflanzenwelt, auf immer neue, immer andere Art – und schufen dadurch Kunst. Einen Querschnitt dieses Schaffens verschiedener Zeiten, verschiedener Kulturen zeigt dieser Band.

A celebration of botanical art throughout history -€“ in pictures

A new book Plant: Exploring The Botanical World celebrates the beauty and diversity of plants from around the world across all media – from murals in ancient Greece to a Napoleonic-era rose print and cutting-edge scans (…)

Quelle: www.theguardian.com/environment/gallery/2016/oct/10/a-celebration-of-botanical-art-throughout-history-in-pictures

 

Leider ist er erst erschienen, als alle Arbeiten an meinem Botaniker bereits abgeschlossen waren – denn botanische Illustrationen waren mir in der Zeit, die ich mit diesem Projekt verbrachte, eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration.

Und die Buddha’s Hand Fruit, auf Deutsch auch Fingerzitrone genannt, die in der Bildstrecke des Guardian abgebildet ist, kommt sogar im Roman vor.

Zitronatzitrone -€“ Wikipedia

Frucht der Zitronatzitrone

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Zitronatzitrone

 

Von einer ganz eigenen Magie: der Trailer von Phaidon zum Buch.

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