Faszinierende Farben

Als ich damals für den Roman Der Himmel über Darjeeling recherchierte, stieß ich auf Bilder von Havelis – die großartigen Villen reicher Händler in Rajasthan. Ich war bezaubert von ihren Farben, ihrer Pracht, und ihre märchenhafte Atmosphäre prägte meine Vision der Welt von Mohan Tajid, der von Winston und Sitara und von Ians Vergangenheit.

Eine Faszination, die sofort wieder auflebte, als ich diese Bildstrecke über Havelis neulich auf BBC Travel entdeckte.

The abandoned mansions of billionaires

While most of Shekhawati’s havelis have crumbled and remain abandoned, a small window into the world of these painted mansions is being preserved. (…)

Quelle: www.bbc.com/travel/story/20160311-a-crumbling-birthplace-of-billionaires

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Wo die Geschichte beginnt

Gibt es für einen Büchermenschen etwas Schöneres als zuzusehen, wie Tausende von Büchern zurück in ihre Regale wandern?
Leider war der Rose Main Reading Room wegen Renovierung geschlossen, als ich im Oktober 2015 in New York war.

Dort bin ich übrigens gerade mit meinem neuen Roman – die New York Public Library ist der Ausgangspunkt einer Spurensuche, die sich über zwei Kontinente und mehrere Jahrhunderte hinweg erstreckt und in den nächsten Monaten an meinem Schreibtisch stattfinden wird.

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Funke(l)nde Magie

Als ich diesen Winterzauber heute Morgen entdeckte, kam mir der Gedanke, wie sehr ein Spinnennetz der Arbeit an einem Roman ähnelt.

Zuerst ist da eine Vorstellung, eine Vision; eine Silhouette, eine Struktur. Dann werden die Fäden gesponnen – erst für das Grundgerüst, danach in den Räumen dazwischen miteinander verwoben.

Ein Prozess, der oft langwierig und mühsam ist, gerade am Anfang. Manchmal schleichen sich Webfehler ein; einzelne Stellen müssen aufgedröselt und neu gewebt werden. Löcher tun sich unvermutet auf und müssen gestopft werden.

Einige Zeit lang sind Fortschritte so hauchfein wie Spinnenseide und fast genauso unsichtbar.

Doch dann gibt es diese Momente, in denen das Gewebe plötzlich aufglänzt und funkelt, plötzlich in seiner ganzen Gestalt sichtbar wird. Die Momente nämlich, in denen man spürt, dass der Text atmet und vibriert, Funken sprüht und ganz und gar lebendig ist, in vollkommener Unabhängigkeit von mir selbst.

Die reinste Magie, jedes Mal aufs Neue.

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Mehr als Worte

Ich bin Schriftstellerin.

Das ist das, was ich tue. Das, was einen großen Teil von mir ausmacht.

Das schreibende Leben jedoch besteht aus mehr als aus dem Verfassen von Texten. Für mich ist es ein beständiger Strom der Kreativität aus Sinneseindrücken, Stimmungen, Gedanken und Emotionen, der die Geschichten hervorbringt, die ich erzählen will und ihnen ihre Form gibt.

Eine Art von Kreativität, die sich in diesem Blog widerspiegelt – in Bildern, Musikvideos, Filmclips, in den Büchern, die mich beschäftigen und der Kunst, die meine Imagination anregt. All die Dinge, die mich inspirieren, ergänzt um Einblicke in mein Autorenleben und Neuigkeiten zu meinen Romanen.

Und nicht zuletzt widmet sich dieses Blog den zauberhaften Momenten des Alltags, den unscheinbaren und manchmal versteckten Schönheiten: der Poesie der kleinen Dinge.

Denn in stürmischen Zeiten wie diesen kann man jedes Stückchen blauen Himmels brauchen.

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