Der Wolkenatlas

Ich bin eine Wolkenguckerin.

Ich liebe es, Wolken zu betrachten. Zuzusehen, wie sie über den Himmel ziehen, sich auflösen und neu formieren. Ich liebe die Formen, die sie dabei annehmen und ihre magischen Farben am Morgen oder bei Sonnenuntergang.
Ein Anblick, der nicht aufhört, mich zum Staunen zu bringen und mich zu faszinieren; Meditation und Inspiration zugleich.

Otherworldly: neulich am Seerhein

Über den gleichnamigen Roman und seine Verfilmung hinaus gibt es tatsächlich einen Wolkenatlas.
Erstmals 1869 von Mitgliedern der Wolkenkommission des Internationalen Meteorologischen Komitees (heute die Weltorganisation für Meteorologie) veröffentlicht, enthielt er gleich schon farbige Bildtafeln auf der Basis von Farbfotografien, damals noch eine brandneue Technologie. Anfangs hauptsächlich für meteorologische Zwecke gedacht, erlebte der Wolkenatlas viele weitere Auflagen – bis heute.

Die jüngste Auflage, diesen Frühling erschienen, enthält einige neue Wolkenformen. Meine liebste darin: Stratocumulus fluctus Fluctus.

Die würde ich gerne einmal am Himmel sehen.

Stunning ’new‘ cloud formations captured in updated atlas – in pictures

Roll clouds and wave-like asperitas are among the additions to a new digital edition of the International Cloud Atlas that dates back to the 19th century

Quelle: www.theguardian.com/science/gallery/2017/mar/23/stunning-new-cloud-formations-captured-in-updated-atlas-in-pictures

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Tee, einmal umgekehrt

Rund 170 Jahre, nachdem Robert Fortune den Spuren des Tees in China gefolgt ist, sein Geheimnis lüftete und mit geschmuggelten Setzlingen den Tee von Darjeeling begründete, geht diese Geschichte jetzt auch einmal den umgekehrten Weg.

In Cornwall ist es einem englischen Gärtner gelungen, Camellia sinensis zu kultivieren. Und den Tee daraus exportiert er bis nach … China.

The British gardener who sells tea to China: CrowdScience – BBC World Service

A unique microclimate is helping Britain’s first tea plantation to thrive

Quelle: www.bbc.co.uk/programmes/p056gphk

 

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Pfingstrosenzeit

Da waren sie. mudan.
Irgendwo im Gedärm der Stadt, wo übelriechende Rinnsale über das Pflaster liefen. Wo die Häuser sich so weit aufeinander zu neigten, dass nur dünne Streifen Licht in die Gassen fielen und sich der Wind schneidend hindurchpresste.
Strauchpäonien.
Hinter einer baufälligen Fassade, vor der es nach ranzigem Fett und Unrat stank. Jenseits eines Hofs mit einem Schweinepferch und eifrig pickenden Hühnern. Auf der anderen Seite einer Mauer, die auf ihrem krummen Rücken Jahrhunderte zu tragen schien.
Paeonia suffruticosa.
Buschig und hochgewachsen, fast schon kleine Bäume, und in prachtvoller Blüte stehend. In Schattierungen von leuchtendem Pink und sattem Purpur, Pfirsichfarbe und Korallenrot. Von einem blassen Rosa, das bläulich angehaucht war. Reinstes Weiß, zur Blütenmitte hin golden auslaufend.
Farben, die den kleinen Innenhof erleuchteten, irgendwo tief in dieser grauen Stadt. Ein Garten inmitten der weiten Steinwüste, wohl kaum größer als zwanzig auf zwanzig Schritte, die Luft darin wie frischgewaschen und süß, ähnlich feuchtem Herbstlaub oder überreifem Obst.
Fortune konnte der Versuchung nicht länger widerstehen. Zwischen Daumen und Zeigefinger ließ er die Blütenblätter einer Päonie hindurchgleiten, die ihn an die Schwingen eines Schwans erinnerten. Bestimmt gab es selbst in ganz China keine Seide, die sich damit vergleichen konnte.

Der englische Botaniker, Kapitel 19

Die Pfingstrose oder Päonie ist eines der ältesten Blütensymbole Asiens, zusammen mit der Pflaumenblüte sogar das traditionelle florale Symbol Chinas. Die Königin aller Blumen und die Blume des Kaisers. Die Blume, die Glück und Reichtum verspricht und Sinnbild für die Schönheit der Frau.

Päonien, Yun Shouping (1633-1690)

Die Formen und Farben der Päonien, die zurzeit so prächtig in unseren Gärten blühen, gehen auf die Päonien zurück, die Robert Fortune in China gefunden und mit nach Europa gebracht hat.

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Der Botaniker in der Leserunde

Am 26. Mai brechen wir bei Leserunden.de mit Robert Fortune in das Reich der Blumen und des Tees auf. Und noch bis diesen Freitag ist der Check-in zu dieser Lese-Reise möglich, die Chance auf ein Freiexemplar inklusive.

Leserunden.de – Klasse statt Masse

Die Lese-Community mit Herz: Lese und diskutiere gemeinsam in Leserunden mit den AutorInnen und uns die besten Bücher

Quelle: leserunden.de/index.php/topic,14444.0.html

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Beendet: Fortune Box Giveaway


Der Gewinner ist per E-Mail benachrichtigt.
Tausend Dank für all die lieben Worte und guten Wünsche, die mit euren E-Mails kamen!

Zum Erscheinungstermin des «Botanikers» gibt es etwas ganz Besonders zu gewinnen: eine Fortune Box.
Weil Buch und Tee genauso zusammengehören wie Tee und Kekse. Und weil chinesische Glücksbringer ein so schönes Wortspiel mit dem Namen Fortune ergeben. Oder um es mit Lian zu sagen: jeder kann doch ein Quäntchen Glück brauchen.

In der Fortune Box versammeln sich

  • eine signierte Ausgabe des «englische Botanikers»
  • ein Grüntee China Gunpowder «Temple of Heaven»
  • ein Schwarztee Darjeeling Jungpana First Flush
  • ein Fruchtaufstrich «Rhapsodie de fruit» Kumquat
  • eine Schachtel schottisches Ingwer-Shortbread
  • ein Tütchen mit Samenkapseln der Teepflanze Camellia sinensis

sowie

  • ein Lesezeichen «Nine Dragons Wall»
  • zwei fortune coins, chinesische Glücksmünzen

verstaut in einem hong bao, einem mit Glückssymbolen verzierten roten Umschlag, in dem in China zu besonderen Anlässen Geldgeschenke überreicht werden …

… und natürlich fortune cookies – Glückskekse!

Wenn ihr an der Verlosung dieser Fortune Box teilnehmen wollt, schickt eine E-Mail mit dem Betreff «Fortune Box» bis einschließlich Freitag, 19. Mai, 23.59 Uhr an

gewinnspiel(at)nicole-vosseler.de

Der Gewinner wird nach der Verlosung per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen.

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Den Geheimnissen des Tees auf der Spur

Fünf Jahre hat es gedauert – jetzt haben die Wissenschaftler vom Kunming Institute of Botany in China einen ersten Entwurf für das Genom der Teepflanze Camellia sinensis fertiggestellt: viermal so groß wie das Genom des Kaffees, größer als das Genom der meisten bisher sequenzierten Pflanzen.

Von diesen Forschungsergebnissen erhofft man sich Erkenntnisse darüber, was diese Pflanze so besonders macht – und dadurch die Geheimnisse des Tees auf einer genetischen Basis zu entschlüsseln.

Robert Fortune wäre entzückt.

Researchers Read the Genome in the Tea Leaves

It’s massive – €”four times that of coffee …

Quelle: www.smithsonianmag.com/smart-news/teas-genome-published-first-time-180963113/

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